Die 80iger Jahre

Von der Oberliga zurück in die Landesliga

„Aller Anfang ist schwer!" - dieses Sprichwort bewahrheitete sich in der ersten Oberligasaison 1980 auch für die Teutonen-Mannschaft. Die Lücke, die Meinolf Koch mit seinem Weggang zu Borussia Dortmund hinterlassen hatte, war zu groß, als dass sie ohne weiteres hätte geschlossen werden können. So brauchte es doch seine Zeit, bis man sich nach dem verpatzten Start (1 : 9 Punkte) an die raue Oberligaluft gewöhnt hatte. Immerhin stand am Ende der Saison 1980 der Klassenerhalt zu Buche, samt einigen erinnerungswürdigen Spielen (z.B. der 4 : 1-Sieg in Schloss Neuhaus).

 

In der folgenden Saison erreichte Ernst Maraczek mit seiner Mannschaft einen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Und er schaffte etwas, was nach ihm lange keinem Trainer bei Teutonia vergönnt sein sollte: Er wurde nach Ablauf seines Vertrages mit Beifall vom Waldschlößchen verabschiedet.

In der folgenden Saison 1982 unter Trainer Franz Wollny setzte sich der Aufwärtstrend zunächst noch fort. Erstmals schloss man eine Oberligasaison mit einem positiven Punkteverhältnis ab (41:39) und etablierte sich im gesicherten Mittelfeld der Oberliga.

Doch nach dem Ende der Saison kam der entscheidende Knick. 5 Stammspieler konnten den sportlichen (?) Verlockungen des zwei Klassen niedriger spielenden Ortsrivalen Borussia nicht widerstehen und wechselten zum Bruchbaum. Dadurch stand die Saison 82/83 von vornherein unter einem unglücklichen Stern. Die Lücken, die die abgewanderten Spieler hinterlassen hatten, erwiesen sich als zu groß, zumal im Jahr zuvor bereits andere wichtige Spieler der Meistermannschaft von 1979 den Verein verlassen hatten (z.B. Werner Schröder und Michael Henke). Somit musste Teutonia zum 75jährigen Jubiläum im Jahre 1983 die höchste Amateurklasse wieder verlassen.

Aber was Teutonia bis dahin immer ausgezeichnet hatte, bewahrheitete sich auch diesmal. Man steckte den Kopf nicht in den Sand, sondern versuchte, so schnell wie möglich die Weichen in Richtung Wiederaufstieg zu stellen. So spielte man 1984 und 1985 auch jeweils in der Spitzengruppe der Verbandsliga mit, der Meistertitel ging jedoch jedes Mal knapp an Teutonia vorbei. In den folgenden Jahren ging es dann bergab. Sowohl 1986 als auch 1987 konnte man jeweils nur in einem Entscheidungsspiel den Abstieg aus der Verbandsliga verhindern. 1988 - zum 80jährigen Jubiläum des Vereins - war es dann soweit. Teutonia musste aus der Verbandsliga absteigen und fand sich dort wieder, von wo man 10 Jahre vorher ausgezogen war um die anderen das Fürchten zu lehren, in der Landesliga.

Auch mit dem von allen erwarteten direkten Wiederaufstieg wurde es nichts. Nachdem man die Landesliga die gesamte Saison 87/88 angeführte hatte, wurde man kurz vor Schluss noch von Holzwickede abgefangen. Durch ein 2 : 2 im vor­letzten Spiel in Versmold (und vorher leichtfertig verschenkte Punkte) hatte man alles verspielt. Eine der größten Enttäuschungen war perfekt. Doch nicht nur dass es sportlich kontinuierlich bergab ging, war enttäuschend. Auch die gesamte Darstellungsweise des Vereins Teutonia litt in den 80er Jahren Schaden. Jährlich wechselnde Vorstände, Rücktritte, 6 Trainerentlassungen in 5 Jahren, ständige Querelen, die zudem häufig in der Öffentlichkeit ausgetragen wurden, ließen den Verein und die Mannschaft nicht zur Ruhe kommen. Von der heilen Teutonenwelt vergangener Tage war nicht mehr viel übrig geblieben. Lediglich einen Lichtblick gab es: Durch die Initiative des damaligen Vorsitzenden Peter Humann wurde 1986 eine Tribüne gebaut, die das Waldschlößchen in einem ganz neuen, fast profihaften Outfit erscheinen ließ. Leider passten sich der dargebotene Sport und das gesamte Umfeld diesem neuen Erscheinungsbild nicht an.

Der Vorstand im Jubiläumsjahr 1983

von links: Erwin Pöschel, Siegfried Schiefelbein, Hans Peter Humann, Peter westen, Alfons Goedecke, Josef Fränzer, Klaus Petri, Willi Gösling, Willi Wollersheim, Franz-Josef Martin

Der "gute Geist" vom Waldschlößchen!

Was wäre der Verein ohne seine immer einsatzbereiten Helfer auf dem Sportplatz Waldschlößchen? Geht es um die sauberen Stehränge - um den Rasen - um die Anbringung der Bandenwerbung - um die Pflege des Clubheims - immer ist die Mannschaft für den LST da!

Auf dem Bild von Links: "Stepp" Adolf Halm, Wolfgang Schulte, Michael Bartel, Helmut Hartmann, Dieter Lobe und Andre Schmidt. Es fehlt: Herbert Mühlenbrock.

1. Mannschaft

obere Reihe von links: Musga, Rührmund, Vollmer, Bürger, Mertensmeier, Masseur Luckenbach, Stiens

mittlere Reihe von links: Betreuer Fährmann, Rybarczyk, Wahl, Langehenke, Rudolf, Wedegärtner, Klaus, Abteilungsleiter Goedecke, stellvertretender Abteilungsleiter Wollersheim

vordere Reihe von links: Heppe, Santanius, Meyer, Dönni, Wilmes, Schniedermeier

2. Mannschaft

hintere Reihe von links: Betreuer Pulm, Mies, Brüssau, Lorens, Westermann, Behmer, Neuhaus, Begleiter Richardson, Trainer Schierholz; Vordere Reihe: Fischer, Brüll, Schweig, Ramsbrock, Zodrow, Glarmin

3. Mannschaft

hintere Reihe von links: Betreuer und Trainer Cramer, Rygula, Westermann, Fruh, Klose, Appelbaum, Mies, Betreuer Freitag

vordere Reihe von links: G. Fromme, Oslislo, Vogt, D. Stotz, R. Stotz, Krabel, Nehls

A1-Jugend-Mannschaft

hintere Reihe von links: Betreuer Wickenkamp, Falkenberg, Trainer Gundelach, Morales, Aring, Densborn, Isforth, Salm, Pachur, Betreuer Woggon

Vordere Reihe von links: Lauer, Zopp, Hess, Pisarski, Grötzner, Brüssau

B1-Jugend-Mannschaft

hintere Reihe von links: Horstmann, Walter, Bartel, Marke, Bertelt, Wille, Nolde, Schulte, Nölke

vordere Reihe von links: Rediker, Pisarski, Wiemeyer, Tegethoff, Heimann, Teske. Auf dem Bld fehlen der Trainer W. Fromme und der Betreuer Wille

Damen- und Mädchenmannschaft

mit Trainer Pöschel, Betreuerin Schweig, Begleiter Fruh, Begleiter Willimsky

Geehrte Teutonen mit Dettmar Cramer 1983

Tribünenbau 1986

Der Präsident Franz Martin und der Erbauer Hans Peter Humann